Eine Immobilienbewertung wird umso verlässlicher, je klarer die Angaben zur Liegenschaft sind. Nicht jedes Dokument ist zwingend nötig: Fehlende Unterlagen lassen sich oft nachreichen. Eine gute Vorbereitung hilft aber, wichtige wertrelevante Fragen früh zu klären.
Welche Informationen sinnvoll sind, hängt davon ab, ob Sie ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück bewerten lassen möchten. Hier finden Sie eine praktische Übersicht für Eigentümerinnen und Eigentümer in Schaffhausen, Thurgau, Zürich und der Bodenseeregion.
Diese Grundangaben helfen bei jeder Immobilienbewertung
- Adresse oder Lagebeschreibung und Gemeinde
- Grundstücksfläche; bei Grundstücken möglichst die Parzellennummer
- Baujahr sowie bekannte Umbauten, Renovationen und Sanierungen
- Gebäudeversicherungswert oder Gebäudeversicherungsausweis, falls vorhanden
- Grundbuchauszug und Katasterplan, falls verfügbar
- Angaben zu Dienstbarkeiten, Wegrechten, Baurechten oder anderen besonderen Verhältnissen
- Fotos oder eine kurze Beschreibung des heutigen Zustands
Bei einem Grundstück ist die Parzellennummer besonders hilfreich. Eine Strassenadresse gibt es bei unbebauten Parzellen häufig noch nicht. Ebenso wichtig sind Grundstücksfläche, Erschliessung und – soweit bekannt – die geltende Nutzungsplanung.
Für ein Haus: Flächen, Zustand und Gebäudeaufteilung
Für ein Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus helfen zusätzlich Angaben zur Wohnfläche, Zimmerzahl und Anzahl Badezimmer. Wichtig sind auch der Zustand von Dach, Fassade, Fenstern und Haustechnik sowie Informationen zu Heizung, Wärmedämmung und allfälligen späteren Investitionen.
- Grundrisspläne und Flächenberechnungen
- Übersicht über ausgeführte Renovationen mit ungefähren Jahren
- Heizungsart und – wenn bekannt – Energieausweis oder Verbrauchsdaten
- Angaben zu Keller, Estrich, Wintergarten, Sitzplätzen und Garten
- Parkplätze, Garage oder Carport
Auch ohne vollständige Pläne kann eine erste Einschätzung möglich sein. Teilen Sie einfach mit, welche Angaben Sie kennen und wo Unterlagen fehlen.
Für eine Wohnung: Stockwerk, Balkon und Stockwerkeigentum
Bei einer Eigentumswohnung zählen neben Lage und Zustand des Innenausbaus auch die gemeinschaftlichen Bereiche und die finanzielle Situation des Stockwerkeigentums. Hilfreich sind:
- Wohnfläche, Zimmerzahl und Anzahl Badezimmer
- Stockwerk und Erreichbarkeit mit Lift
- Balkon- oder Terrassenfläche, sofern vorhanden
- Anzahl und Art der Parkplätze
- Begründungsakt, Reglement und Aufteilungspläne des Stockwerkeigentums
- Protokolle der letzten Stockwerkeigentümerversammlungen
- Höhe des Erneuerungsfonds und letzte Jahresabrechnung
Für ein Grundstück: Parzelle und bauliche Möglichkeiten
Bei Bauland wird der Wert nicht allein durch die Fläche bestimmt. Entscheidend können auch Zone, zulässige Nutzung, Ausnützung, Erschliessung, Geländeform, Zufahrt und mögliche Einschränkungen sein. Senden Sie wenn möglich den Katasterplan, vorhandene Bauvorschriften oder einen früheren Bauvorentscheid mit.
Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Seite Grundstück bewerten lassen.
Was, wenn Unterlagen fehlen?
Das ist kein Grund, eine Anfrage aufzuschieben. Für den ersten Schritt reichen oft die bekannten Eckdaten und Ihre Fragestellung. Fehlende Dokumente können anschliessend gezielt bei der Gemeinde, der Verwaltung, der Gebäudeversicherung oder beim Grundbuchamt angefragt werden. Welche Stelle zuständig ist, hängt vom Dokument und vom Kanton ab.
So geht es weiter
Wenn Sie eine Bewertung vorbereiten möchten, halten Sie die vorhandenen Angaben bereit und nennen Sie offen, was noch fehlt. Wir klären mit Ihnen, welche Informationen für Haus, Wohnung oder Grundstück tatsächlich relevant sind.
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wertschätzer.ch konzentriert sich auf Immobilienbewertungen in Schaffhausen, Thurgau, Zürich und der Bodenseeregion. Die Einschätzung hängt stets von den konkreten Eigenschaften und der Lage der einzelnen Liegenschaft ab.